FFG: Pop-up Dorfbüro als Testlabor

Pop-up Dorfbüro

Im Rahmen der Initiative REGIONAL.DIGITAL.INNOVATIV vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) haben wir in Kooperation mit weiteren LEADER-Regionen innovative Ideen zu neuen Arbeits- und Begegnungsräumen am Land entwickelt.


 

Pop-up Dorfbüro als Testlabor - erlebe und gestalte neue Arbeits- und Begegnungswelten im ländlichen Raum

In Aufmerksamkeit erregender, kurioser Ausführung und in unterschiedlichen Formen (mobil und stationär: Leerstandsnutzung, Container,...) soll CoWorking - als Pop-up Format - an unterschiedlichen Standorten im ländlichen Raum erlebbar gemacht und getestet werden. Um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, werden verschiedene Veranstaltungen und spezifische Programmpunkte im Pop-up Dorfbüro geplant. Zentral ist die Verschneidung des eher urbanen Ansatzes mit den Gegebenheiten und Notwendigkeiten im ländlichen Raum. Die Idee nimmt insbesondere Bezug auf die Schaffung der notwendigen sozialen Netzwerke und kreativen Begegnungsräume.

Folgende (Forschungs-)Fragen sollen mit diesem Pop-up Format beantwortet werden:
- Wer sind die potenziellen NutzerInnen/BetreiberInnen an den unterschiedlichen Standorten?
- Wie kann der neu geschaffene Arbeitsraum als Sozialraum (Begegnungsraum) belebt werden?
-  Wie muss der Netzwerkknoten gestaltet sein, um die Erwerbssituation und Vernetzung von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern? (Events, Kinderbetreuungsangebote, etc.)?
- Wie können innovative Stadt-Land-Verbindungen durch dieses Angebot geschaffen werden? (PendlerInnen, RückkehrerInnen, digitale Nomaden, etc.) ?


Das Potential von CoWorking im ländlichen Raum ist sehr groß. Die Erfahrungswerte am Land, besonders in kleinen Strukturen sind aber noch sehr überschaubar. Die Idee des Pop-up Dorfbüros leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, Erfahrungen besonders im Aufbau eines Dorfbüros/Coworkingplaces zu sammeln und abzufragen, wer unter welchen Umständen ein gemeinschaftliches Büro am Land nutzen würde. Ein auffälliger, öffentlichkeitswirksamer Auftritt soll dazu dienen, möglichst viele BewohnerInnen zu motivieren, das Pop-up Dorfbüro zu besuchen und zu testen. Jeder Prozess ist einzigartig, entsprechend der lokalen Standortbedingungen. PendlerInnen, berufstätige Frauen, EPUs, Start-Ups, Kreative, UrlauberInnen - die Palette der potentiellen NutzerInnen ist vielfältig. Das Ziel eines jeden Entwicklungsprozesses wird ein "sozialer Treffpunkt", ein Arbeitsraum sein, an dem sich Menschen treffen, austauschen, arbeiten und unterstützen. Der Mehrwert für die Regionen wird durch die Projektträgerschaft etablierter LEADER-Regionen und den damit verbundenen prozesshaften Vorgehen (Bottom-up Beteiligung) sichergestellt.